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03/01/2017 - 10:04

Happy New Year – wir hoffen, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet! Sicherlich haben Sie dabei den einen oder anderen Silvesterbrauch in die Tat umgesetzt: knallende Sektkorken, Bleigießen oder Silvesterböller. Vielerorts begrüßen die Menschen das neue Jahr allerdings mit weitaus kurioseren Gepflogenheiten. Einige davon stellen wir in unserem Neujahrs-Blogartikel vor.

USA, Tschechien & Italien: Weil Linsen mit ein wenig Fantasie aussehen wie Geldmünzen, essen viele US-Bürger und Tschechen am Silvesterabend Linsensuppe. Auch in Italien serviert man Linsen, hier allerdings mit Würstchen. Der Verzehr der Linsen soll angeblich Glück und Reichtum fürs kommende Jahr bescheren.

Italien & Mexiko: In beiden Ländern stehen für die Damenwelt alle Zeichen auf „Rot“ – zumindest, was die Dessous betrifft. Denn rote Unterwäsche gilt als Glücks- und Erfolgsbote für das neue Jahr. In Argentinien ist Pink die Farbe der Wahl bei den Dessous der Silvesternacht. Es lebe die Liebe!

Spanien: Die meisten Spanier starten traubenessend in das neue Jahr. Mit jedem Schlag der Turmuhr an der Madrider Puerta del Sol (wird per TV im ganzen Land übertragen) verschlingt man in Spanien nämlich traditionell je eine Weintraube – im Drei-Sekunden-Takt. Wer das nicht schafft, dem droht angeblich Unheil. Vorsicht, nicht verschlucken!

Dänemark & Brasilien: Hier wird ins neue Jahr gehüpft. Die Dänen springen von einem Stuhl oder Tisch. Die Brasilianer zieht es ans Meer, wo sie über sieben kleine Wellen springen. Jeder Sprung entspricht einem Wunsch, den man für das anbrechende Jahr frei hat.

Russland: Die Russen „trinken“ ihre Wünsche buchstäblich mit dem Champagner aus. In Russland ist es nämlich Brauch, seine Neujahrswünsche auf ein Stück Papier zu schreiben, dieses dann zu verbrennen, die Asche in den Schampus rieseln zu lassen und alles auszutrinken. Na dann: Prost!

Österreich: Vor allem in Wien heißt es um Mitternacht „Darf ich bitten?“. In der österreichischen Hauptstadt, aber auch anderswo in Österreich hat der Neujahrswalzer eindeutig Vorrang vor Sekttrinken und Bleigießen. Vielleicht rührt dieser Bewegungsdrang auch daher, dass ein weiterer österreichischer Silvesterbrauch der Verzehr eines Schweinskopfes ist?

China: Das chinesische Neujahrsfest ist eine Wissenschaft für sich. Das beginnt schon damit, dass es jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt gefeiert wird – 2017 fällt das chinesische Neujahr auf den 28. Januar. Über 15 Tage werden dann eine Vielzahl von Bräuchen zelebriert. Den Abschluss der Feierlichkeiten bildet ein farbenfrohes Laternenfest.

Wie auch immer Sie gestartet sind: Das @transcript-Team wünscht Ihnen Glück und Erfolg in 2017!


Quellen:
http://www.badische-zeitung.de/panorama/wie-die-menschen-weltweit-das-neue-jahr-begruessen--79067275.html
http://www.ef.de/blog/language/neujahrstraditionen-aus-aller-welt/
https://de.wikipedia.org/wiki/Chinesisches_Neujahrsfest
http://www.focus.de/reisen/service/tid-20889/neujahrsbraeuche-rote-reizwaesche-trauben-und-hiebe-oesterreicher-schwofen-den-donauwalzer_aid_586019.html

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16/11/2016 - 09:25

„Auf nach Stuttgart!“ hieß es wieder für zahlreiche Industrie-, Software- und Dienstleistungsfirmen aus der Technischen Kommunikation. Vom 8. bis 10. November fand dort in der letzten Woche die Jahrestagung der Gesellschaft für Technische Kommunikation – tekom Deutschland e.V. – statt. Die tekom ist mit rund 8.000 Mitgliedern der größte Fachverband für Technische Kommunikation in Europa. Zusammen mit der parallel stattfindenden tekom-Fachmesse und der tcworld conference ist die Jahrestagung die größte Veranstaltung für Technische Kommunikation weltweit: Rund 4.000 Tagungsteilnehmer und Messebesucher fanden sich dieses Jahr in Stuttgart ein.

Auf dem tekom-Marktplatz informierten sich die Fachbesucher über die neuesten Trends und technischen Entwicklungen – und netzwerkten, was das Zeug hielt. Außerdem ist die Jahrestagung eine riesige Nachwuchs-Stellenbörse: Immer mehr Technische Redakteure sind gefragt, die Gebrauchs- und Betriebsanleitungen, Teilekataloge und Produktdatenblätter erstellen und diese Informationen auch für mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones aufbereiten. Die mobile Dokumentation wird nicht nur bei Konsumprodukten verwendet, sondern zum Beispiel auch bei der Wartung komplexer Maschinen und Anlagen.

Schwerpunktthema der diesjährigen Jahrestagung war „Intelligente Information“. Hier zeigten Experten aus einer Arbeitsgruppe der tekom unter anderem die neuesten Entwicklungen zum „Intelligent Information Request and Delivery Standard“, also der dynamischen Bereitstellung von Nutzerinformationen zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, auf dem Medium der Wahl. Insgesamt 35 Fachvorträge befassten sich allein mit dem Thema „Intelligente Informationen“.

Rund 250 deutsche und englische Vorträge, Workshops und Tutorials informierten über Trends wie Augmented Reality, also die erweiterte Realität, automatisierte Entwicklerdokumentationen und Sprachtechnologien zur Verarbeitung natürlicher Sprache durch den Einsatz von Computern. Auch die Themen Technisches Marketing und User Experience fanden großen Anklang bei den Besuchern. Hinzu kamen die Messepräsentationen von 170 Ausstellern aus 27 Ländern: Anbieter von Softwarelösungen beispielsweise für Content Management, Übersetzung, Sprachprüfung, CAD und Katalogerstellung sowie Dienstleister für Redaktion, Übersetzung, Lokalisierung, Terminologie, Beratung und Weiterbildung zeigten Präsenz. Ein „Himmel auf Erden“ also für Sprachdienstleister wie @transcript, die sich auf Technische Dokumentation und Software-Lokalisierung spezialisiert haben.
Schon mal im Kalender vormerken: Die nächste Jahrestagung der tekom findet vom 24. bis 26. Oktober 2017 wieder in Stuttgart statt.


Quelle:
http://tagungen.tekom.de/h16/tekom-jahrestagung-2016

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13/10/2016 - 08:29

Weil Networking eine Art fachliches und menschliches „Lebenselixier“ für Language Service Provider ist, veranstaltet die European Language Industry Association, kurz Elia, in diesem Herbst bereits zum 20. Mal ihre schon legendären Networking Days. Am 13. und 14. Oktober 2016 kommen Experten aus den Bereichen Übersetzen, Dolmetschen, Lokalisierung, Internationalisierung und Globalisierung zum Netzwerken in der belgischen Hauptstadt Brüssel zusammen. Das erklärte Ziel von Elia ist es seit jeher, ein Forum für fachlichen Austausch zu schaffen und die Beziehungen unter den Elia-Mitgliedern sowie zu internationalen Organisationen zu intensivieren. Dafür bietet die Agenda auch in diesem Jahr wieder einen spannenden Themen-Mix.
Am heutigen ersten Veranstaltungstag sind die Vorträge den drei Themen-Tracks „Experiences“, „Business Management“ und „People“ zugeordnet. In einem zweiteiligen Workshop werden sich die Teilnehmer zum Beispiel mit der Frage auseinandersetzen, wie man am besten seine Führungsqualitäten ausbauen kann – und sich damit von einem reinen „Manager“ zu einer echten Führungspersönlichkeit entwickelt. Vielversprechend ein Vortrag im „Experience“-Track zum Thema „Glück“: Laut Referentin Susanne Eifler beginnt und endet persönliche Wirklichkeit im eigenen Kopf – damit entscheiden wir selbst über unser Glück. Außerdem geht es am Eröffnungstag unter anderem um internationale Kooperationsmöglichkeiten. Tag Zwei bietet drei weitere Themen-Tracks: „Business Tools“, „Technology“ und – als Hommage an Europa und den Veranstaltungsort Brüssel – „Europe, The EU and Public Institutions“. Unter anderem erfahren die Teilnehmer, wie man als Sprachdienstleister in Europa das große Auftrags-Potenzial des öffentlichen Sektors für sich nutzen kann. Der Technologie-Track befasst sich mit praktischen Fragen wie Übersetzungs-Workflows auf der Mikroebene und dem Quality Management von Übersetzungen. Außerdem versprechen smarte „Business Tools“ Hilfe beim Umgang mit schlechten Quelltexten oder schwierigen Kunden.
Zum Teilnehmerkreis der Elia Networking Days zählen übrigens vor allem Inhaber, Gründer und Führungskräfte von Unternehmen der Language Industry – genauso wie Marketing und Sales Manager, Human Relations Manager oder auch Berater. Ein hochkarätiger fachlicher Austausch ist damit so gut wie garantiert. Von der Freude am Networking einmal ganz zu schweigen.

Quellen:
http://2016.elia-nd.org/

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03/08/2016 - 10:43

Flashback. 25 Jahre zurück. Wir schreiben den 6. August 1991. Tim Berners-Lee, junger Physiker und Informatiker am Europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf, postet in der Newsgroup alt.hypertext folgenden Beitrag: „Hier der Link zum ersten WWW-Server.“ Mit diesem simplen Satz macht Berners-Lee vor 25 Jahren sein World Wide Web-Projekt einer weltweiten Öffentlichkeit frei zugänglich. Als wahre Geburtsstunde des WWW gilt allerdings der 12. März 1989. Damals veröffentlichte Berners-Lee einen Vorschlag, in dem er seine ersten Ideen für etwas skizzierte, das später als WWW einen regelrechten Triumphzug antreten sollte: ein digitales Informations-System mit einem universellen Übertragungsstandard, der es den CERN-Forschern erleichtern sollte, Informationen untereinander auszutauschen. „Mesh“ wie „Geflecht“, so nannte Berners-Lee sein Projekt – aber nur vorübergehend. Andere Namensvorschläge wie „Mine of Information“ wurden ebenfalls verworfen – zugunsten der Bezeichnung „Web“. In der Mathematik steht „Web“ für ein Netz von Knoten, die allesamt miteinander verbunden sind. Doch zurück zum Aufsatz von Berners-Lee vom März 1989. „Vage, aber spannend“ fand der damalige CERN-Chef Mike Sendall die Idee. Gut eineinhalb Jahre dauerte es noch, bis am 24. Dezember 1990 am CERN die erste Website online ging – auf dem Webserver info.cern.ch, die Berners-Lee am 13. November 1990 auf seinem NeXT-Rechner eingerichtet hatte. Diese allererste Website sah original so aus: http://info.cern.ch/hypertext/WWW/TheProject.html.Gerade einmal 165 Wörter umfasste die „Geburts-Site“, darunter 25 unterstrichene Begriffe in Blau: die ersten Hyperlinks. Thema der Site war das World Wide Web selbst: Berners-Lee erklärt mit weiterführenden Links, was das WWW ist, wer daran mitwirkt und wie man einen Browser nutzt.
Seitdem sind Quantensprünge geschehen. Laut Angaben des Statistik-Portals „Statista“ gab es 2015 weltweit 863 Millionen Websites. Allein zwischen 2011 und 2012 hat sich die Anzahl der Homepages innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Der Siegeszug des WWW ist längst nicht mehr zu stoppen. Ohne Homepage, ohne Auffindbarkeit und Sichtbarkeit im Netz ist heute kein Business mehr denkbar. Ganz zu schweigen vom kometenhaften Aufstieg der Social Media mit Plattformen wie Facebook und Twitter oder Apps wie Whatsapp und Snapchat. Mit unseren Smartphones und Tablets sind wir heute permanent „online“. Kaum zu glauben, dass dies alles erst vor 25 Jahren begann.


Quellen:
http://info.cern.ch/
https://de.wikipedia.org/wiki/World_Wide_Web
https://www.w3.org/History/19921103-hypertext/hypertext/WWW/TheProject.html
http://www.stern.de/digital/online/die-erste-webseite-wird-20-mit-165-woertern-in-die-zukunft-3037904.html
http://de.statista.com/statistik/daten/studie/290274/umfrage/anzahl-der-webseiten-weltweit/
http://www.zeit.de/digital/internet/2014-03/www-25-jahre-geschichte-meilensteine

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23/06/2016 - 09:32

Die Modern Language Association of America (MLA) ist der führende US-Berufsverband für Literaturwissenschaftler und Literaturkritiker. Seine über 30.000 Mitglieder (davon rund zweitausend außerhalb Nordamerikas lebend) sind in erster Linie Professoren, Doktoranden und andere Akademiker, die sich wissenschaftlich mit englischer und anderssprachiger Literatur befassen.
Erstmals seit ihrer Gründung im Jahr 1883 veranstaltet die MLA ein heute beginnendes Symposium außerhalb der USA und Kanadas. Kooperationspartner der dreitägigen Literatur-Veranstaltung (bis 25. Juni 2016) ist die Heinrich-Heine-Universität zu Düsseldorf, der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt am Rhein.
Europa, der alte Kontinent, erlebt derzeit eine tiefgreifende Transformation. Themen wie Migration, Integration und leider auch Terror sind omnipräsent. Europa muss seine Rolle für die literarische und kulturelle Welt, die seit jeher zentral war, in Zeiten nicht abreißender Flüchtlingsströme neu definieren. Vielsagender Titel des MLA-Symposiums in Deutschland: „Other Europes: Migrations, Translations, Transformations“. Das Veranstaltungsprogramm ist so vielfältig wie der europäische Kontinent: Die insgesamt fast 70 Sessions umspannen ein Themenspektrum, das von der (literarischen) Auseinandersetzung mit der frühen europäischen Geschichte über den Holocaust bis hin zu aktuellen Themen wie der Krise Griechenlands und der Migrationsströme reicht. An unterschiedlichen Veranstaltungsorten in der Stadt Düsseldorf tauschen sich die Literaturwissenschaftler in verschiedenen Veranstaltungsformaten wie Keynote Talk, Roundtable-Diskussionen und Intensiv-Workshops aus. Auch „Handwerkszeug“ wird dabei vermittelt, zum Beispiel „Literarisches Übersetzen“ oder „Translation Theory“. Lesungen halten unter anderem der britische Philosoph und Autor Kwame Anthony Appiah, die US-Philosophin Susan Neiman, der britische Filmemacher Isaac Julien sowie die Schriftstellerinnen Eva Hoffman und Yoko Tawada. In einem im September 2008 auf „Zeit online“ erschienenen Interview schildert die in Berlin lebende Japanerin Tawada, wie das Schreiben in deutscher Sprache ihre Sicht auf ihr Mutterland Japan verändert hat: „Ich sehe die japanische Sprache, die historischen Probleme und die Möglichkeiten, was man aus ihnen machen kann, von außen. Dabei ist die deutsche Sprache mein Standpunkt. Von dort aus kann ich anders beobachten.“ Sprache als Instrument zu einer neutraleren Weltsicht – ein solcher Ansatz der „Außenschau“ birgt Chancen auch für die zukünftige Rolle Europas in einer globalisierten Weltgemeinschaft.
Hier finden Sie das vollständige Programm des MLA International Symposiums in Düsseldorf: https://mlasymposia.commons.mla.org/files/2015/10/Symposium_program_final_4.1.pdf


Quellen:
https://mlasymposia.commons.mla.org/about/
https://de.wikipedia.org/wiki/Modern_Language_Association
http://www.zeit.de/online/2008/38/yoko-tawada

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13/06/2016 - 10:13

Aller guten Dinge sind drei: Zu drei Konferenzen auf drei Kontinenten lädt in diesem Jahr wieder die Localization World (LocWorld). Tokio war im April Gastgeber für Asien; im Oktober steht mit Montréal in Kanada ein Event in Nordamerika auf der Agenda. In Europa fand der „Marktplatz der Language Industry“ letzte Woche (8. bis 10. Juni 2016) in Dublin statt. Anke Büchel, Mitglied der @transcript-Geschäftsleitung, ist als Teilnehmerin zur LocWorld nach Irland gefahren und berichtet von ihren Eindrücken.

Anke, unter welchem Motto stand das Event in Dublin?
Alle Veranstaltungen in 2016 tragen das Motto „Engaging Global Customers“. Das harmoniert perfekt mit dem Slogan der LocWorld, der seit Dezember 2014 „Discover Global Success“ lautet. Liegt auf der Hand, beschäftigen sich die Language Professionals, die zur LocWorld zusammenkommen, doch tagtäglich mit den Herausforderungen globaler Märkte.

Kannst du uns ein bisschen über die „Eckdaten“ erzählen? Wo, wer, wie viele…?
Der „Marktplatz“ von Dublin war in diesem Fall ein mondänes Konferenzzentrum: Das 2010 fertiggestellte Convention Centre Dublin (CCD) zählt zu den vier renommiertesten Konferenz-Locations weltweit. Es ist ein sehr beeindruckendes Gebäude, das aus allen Poren Innovationskraft ausstrahlt. Übrigens kamen in dieser Location bereits 2014 über 600 Teilnehmer zur LocWorld zusammen – auf die genauen Zahlen von diesem Jahr darf man noch gespannt sein. Fest steht schon jetzt: Über 100 Speaker aus renommierten Unternehmen wie Adobe Systems, Cisco Systems, Facebook, Google, IBM, Microsoft oder Salesforce haben ihr Wissen mit der Language Community geteilt. Unter den Teilnehmern waren „alte Hasen“ genauso wie Newcomer – als Besonderheit der LocWorld gilt, dass jeder im Netzwerk willkommen ist.

Welche Themen standen im Mittelpunkt?
Schon auf dem Pre-Conference-Tag gab es jede Menge „Brain Food“: Man hatte die Qual der Wahl mit Workshops zu Themen wie Biowissenschaften, Spiele-Lokalisierung, Vertrieb &  Marketing, Lokalisierung für Startups oder Qualitätsmanagement.
An den beiden Haupt-Veranstaltungstagen waren die Angebote dann neun „Themensträngen“ zugeordnet, unter anderem Advanced Localization Management, Technical, Content Strategy, Language Service Providers und Global Business.

Was war dein persönliches Highlight?
Schwer zu sagen, weil es so viel thematisch ungeheuer Interessantes gab. Ein Höhepunkt war auf jeden Fall die zentrale Keynote am 10. Juni „Engaging Global Customers at the Speed of Now“. Vertreter globaler Player wie Electronic Arts Europe, Adobe Systems, IBM und Facebook teilten ihr Wissen und ihre Erfahrung zum Thema Lokalisierung in rasanten, globalen Märkten. Wie kann man Kunden in Zeiten stark beschleunigter Produkteinführungs-Zyklen erreichen und begeistern? Eine Kernvoraussetzung dafür ist die beständige Entwicklung von Software und Content als integrativer Bestandteil von Globalisierungs-Aktivitäten. Dabei wurden nicht nur „Best Practice“-Beispiele vorgestellt, sondern auch Ausblicke in die Zukunft gewagt. Sehr interessantes Thema, auch für unsere Arbeit hier bei @transcript.

Hattest du bei all diesen Angeboten überhaupt Gelegenheit, die Stadt zu erkunden?
Neben der Wissensvermittlung ging es in Dublin wie bei jeder LocWorld-Konferenz natürlich vor allem um eines: Networking, Networking, Networking. Neben dem legendären Welcome Dinner in einer urigen irischen Location direkt am Hafen gab es auch eine Abendveranstaltung in einem Restaurant im Dubliner Stadion Croke Park – dem drittgrößten Stadion Europas. Das war wirklich beeindruckend.

Dein Resümee?
Insgesamt hatte ich auf jeden Fall jede Menge für unser Business nützliche Insights, habe viele neue Kontakte knüpfen und alte auffrischen können. Es waren wieder mal ein paar großartige Tage mit den Kollegen und Freunden aus der Language Industry.

 

Quellen:
http://locworld.com/events/locworld31-dublin-2016/
https://www.youtube.com/watch?v=wKPw074VcOg

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28/04/2016 - 10:35

Sie ist die weltweit wichtigste Industriemesse: Die HANNOVER MESSE bündelt vom 25. bis 29. April 2016 sämtliche Schlüsseltechnologien und Kernbereiche der Industrie an einem einzigen Messeplatz im Nordwesten Deutschlands. Ob Forschung & Entwicklung, IT, Industrieautomation, Produktions- oder Mobilitätstechnologien: Hannover ist in diesen Tagen ein „Hotspot der Industrie“ und „Place-to-be“ für alle, die den Anschluss an die Industrie der Zukunft nicht verpassen wollen.
Unter dem diesjährigen Leitthema „Integrated Industry – Discover Solutions“ stehen erneut die Herausforderungen auf dem Weg in eine digitalisierte Industrie 4.0 im Mittelpunkt. Erstmals wurde der Begriff 2011 in Hannover geprägt; mittlerweile ist er in aller Munde. Auch in diesem Jahr beansprucht die HANNOVER MESSE für sich, bahnbrechende Impulse für Forschung & Entwicklung zu geben und weltweite Industrie-4.0-Kompetenzen zusammenzuführen. „Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen auch mittelständische Unternehmen die Potenziale der Digitalisierung erkennen und ausschöpfen“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands beim Veranstalter Deutsche Messe AG. Die HANNOVER MESSE zeigt zur Inspiration mehr als einhundert Anwendungsbeispiele für „Integrated Industries“. Dazu zählt auch die Sonderschau „Predictive Maintenance 4.0“: Sensoren und eine intelligente Datenanalyse machen es möglich, „vorausschauend“ den idealen Wartungszeitpunkt einer Maschine zu bestimmen.
Ganz nebenbei bietet die Innovations-Show in Hannover eine gute Gelegenheit, die deutsch-amerikanischen Beziehungen zu pflegen: Partnerland der HANNOVER MESSE sind in diesem Jahr erstmals die USA. Messechef Wolfram von Fritsch gelang es, US-Präsident Barack Obama nach Deutschland zu holen, um die Messe gemeinsam mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu eröffnen. Die USA arbeiten derzeit mit Hochdruck an der Automatisierung und Digitalisierung ihrer Wirtschaft – und werden die HANNOVER MESSE ohne Zweifel dazu nutzen, die renommierte deutsche Maschinenbau-Industrie als Partner für ihre Vorhaben zu gewinnen.

Quellen:
http://www.hannovermesse.de
http://www.welt.de/wirtschaft/article154501635/Obama-bringt-1000-koepfige-Delegation-nach-Hannover.html

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01/04/2016 - 08:33

Schon traditionell lädt die „Globalization and Localization Association” (GALA) im März zu ihrer Jahreskonferenz. Vom 20. bis 23. März 2016 haben internationale Lokalisierungs-Experten an dem Event teilgenommen, diesmal im „Big Apple“ New York. Was eigentlich macht diese Veranstaltung so attraktiv für globale Content Provider, Entwickler von Übersetzungs-Technologien und Language Provider? Auf der Suche nach Antworten haben wir uns die Zahlen einer Besucher-Befragung der letztjährigen GALA-Jahreskonferenz angeschaut: 84 Prozent sagten, sie hätten neue Konzepte und Strategien kennengelernt, die ihr Business zukünftig voranbringen. 72 % haben vielversprechende Kontakte für die Generierung neuer Aufträge geknüpft. Und etwa die Hälfte der Teilnehmer wollte im Nachgang zu der Veranstaltung in neue Technologien investieren. Die Ergebnisse der Umfrage reflektieren, was die GALA sich als „Mission“ auf ihre Fahnen schreibt: nämlich die Language Industry und die GALA-Mitglieder dabei zu unterstützen, Experten-Communities zu bilden, Best-Practice-Standards zu etablieren, Wissen in den Bereichen Lokalisierung & Übersetzung zu teilen und neue Technologien zu entwickeln bzw. im Sinne einer effizienteren Projektarbeit einzusetzen. Zu den Schlüsselthemen gehörte auch in diesem Jahr die maschinelle Übersetzung mit ihren neuesten Trends und Möglichkeiten.
Eine besondere Rolle spielt auf der GALA neben dem professionellen Austausch von Know-how der Faktor Motivation. Das Sich-Vernetzen mit Fachkollegen, der Blick über den Tellerrand auf das „Big Picture“ und das Erweitern des eigenen Wissens-Horizontes gibt den Teilnehmern einen regelrechten „Energieschub“ für die Alltags-Herausforderungen von Lokalisierung und Übersetzung – überlebenswichtig gerade für die kleineren Language Service Provider. So überrascht es nicht, dass in der oben zitierten Umfrage 97 % der Teilnehmer angeben, sie seien „zufrieden“ oder sogar „sehr zufrieden“ mit der Konferenz. „Connect, discover, exchange“ – sich vernetzen, Neues entdecken und sich mit Experten der Language Industry austauschen. Dafür steht die GALA wie wohl kein anderes internationales Fach-Event der Language Industry.

Quelle:
https://www.gala-global.org/conference/gala-annual-conference-2016

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03/03/2016 - 14:24

Hannover is calling: Vom 14. bis 18. März 2016 ist wieder CeBIT-Time. Das „Global Event for Digital Business“ versteht sich als richtungsweisende Messe für Entscheider in IT und Digitalisierung und gleichzeitig als hochkarätige Fachkonferenz. Auf der Suche nach den neuesten IT-Trends und internationalen Produktinnovationen führt kein Weg vorbei an dem Branchenevent CeBIT.
Unangefochten im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht der Mega-Trend Digitalisierung. Welche Chancen bietet die Digitalisierung dem Mittelstand? Wie digitalisieren Mittelständler ihr Unternehmen richtig? Auf dem Campus Mittelstand der CeBIT finden Top-Entscheider aus mittelständischen Unternehmen Antworten auf Fragen, die die Weichen für ihre Zukunft stellen.
Tatsache ist: Der Mittelstand muss einen Zahn zulegen, wenn es um Digitalisierung geht. Wer in Sachen digitaler Zukunft den Anschluss verliert, muss um seine Wettbewerbsfähigkeit bangen. Auf der CeBIT bietet der Campus Mittelstand deshalb ein prall gefülltes Programm mit rund 40 Impulsvorträgen und Diskussionen zum Thema. Außerdem gibt’s individuelle Beratungsangebote von Experten, Leistungschecks und Lösungsangebote.

Und um diese mittelstandsrelevanten IT-Themen dreht sich der Campus Mittelstand:
1. Fokus Business: Digitalisierung umfasst die vier Felder Mitarbeiter, effiziente Arbeitsabläufe, gewinnorientierte Geschäftsmodelle und Kunden. Beispiele für Digitalisierung sind die internetbasierte Dynamisierung von Geschäftsfeldern, die Optimierung von Geschäftsprozessen oder die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen durch interaktive Kommunikation mit den Kunden.
2. Fokus Technologie: Grundlage für zukünftigen Markterfolg wird die effiziente Verknüpfung individueller IT-Komponenten sein. Zentral ist hier das Thema Cloud Computing, das völlig neuartige Geschäftsprozesse und Funktionalitäten eröffnet. Digitale Kommunikation, Big Data und Datensicherheit sind weitere Kernthemen dieses Fokus-Bereichs.
3. Fokus Agilität: Perfektionismus ist nicht angesagt, wenn es um Digitalisierung geht. Flexible, schnelle und vielleicht nicht immer bis ins Detail ausgetüftelte Lösungen stehen im Mittelpunkt, die Sie dann schrittweise an sich rasant verändernde Anforderungen anpassen können. Ein Beispiel: Produktentwicklungen oder Produktmodifikationen sind eng verzahnt mit dem zunehmend digitalisierten Kundendialog per Smartphone oder Tablet. Kunden haben damit einen wachsenden, digitalen Einfluss auf die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen.
Vorsicht Datenschutz: Ein wahrer Dschungel gesetzlicher Vorschriften regelt den Umgang mit Big Data, Mobility und Cloud Computing. Wer Rechtsverstöße bei Datenschutz und Privacy vermeiden will, sollte sich im Zuge der Digitalisierung auf jeden Fall rechtlich beraten lassen.
4. Fokus Inspiration: Digitalisierung im Mittelstand ist ein Prozess mit täglichen Neuerungen. Jetzt heißt es: Nur nicht einschüchtern lassen! Sehen Sie die kurzen Innovationszyklen als Inspirationsquelle. Natürlich passt längst nicht alles für das eigene Unternehmen – aber die Chancen sind vielfältig, um das Business noch rasanter nach vorne zu bringen. Gute Idee: Vernetzen Sie sich mit anderen mittelständischen Unternehmen und bilden Sie strategische Allianzen. Warum nicht gemeinsam einen IT-Fachmann engagieren und die Digitalisierung im Kompetenz-Team angehen?

Jede Menge Inspirationen wünschen wir allen, die einen Besuch der CeBIT planen: Die digitale Transformation ist da! Sind Sie dabei?

 

Quellen:
http://www.cebit.de/
http://digitalize-your-business.de/

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18/02/2016 - 09:35

Nicht nur in der Tierwelt gibt es vom Aussterben bedrohte Arten. Nein, auch in der Welt der Sprachen existiert diese „Spezies“. Zum 16. Mal mahnt die UNESCO anlässlich des „Internationalen Tags der Muttersprache“ am 21. Februar, diese bedrohten Sprachen zu schützen [siehe Blogbeitrag vom 21.02.2013]. Die von der „Gesellschaft für bedrohte Sprachen“ an der Universität Köln als zuverlässige Statistikquelle empfohlene Website www.ethnologue.com listet derzeit 7.102 lebendige Sprachen auf der ganzen Welt. Laut Angaben der UNESCO sind rund die Hälfte davon „im Sterbeprozess“. Und dazu gehören bei weitem nicht nur „exotische“ Sprachen, die in entlegenen Gebieten dieser Erde gesprochen werden. Auch mitten in Europa sind viele Sprachen zum Sterben verurteilt. Zwei von vielen Gründen sind die rasant ansteigende Mobilität der Menschen und eine weit verbreitete Mehrsprachigkeit, die zu Lasten von Sprachen mit insgesamt wenigen Sprechern gehen.
Die im norddeutschen Niedersachsen gelegene Gemeinde Saterland gehört zu den kleinsten Sprachinseln Europas: Saterfriesisch ist eine westgermanische Sprache, die vorwiegend in einem Dörfchen namens Ramsloh noch von rund eintausend Menschen gesprochen wird, Tendenz sinkend. Wie es zu der Entwicklung dieser Sprache kam? Wegen ausgedehnter Moorfelder war der Landstrich lange Zeit vom Rest der Welt abgeschnitten. Heute ist es kurioserweise der in den 1960-er Jahren nach Deutschland eingewanderte Afroamerikaner Marron Fort, der gegen das Aussterben von Saterfriesisch kämpft. Unter anderem verlegte er ein saterfriesisches Wörterbuch mit 35.000 Einträgen.
Andere europäische Idiome gelten indes als viel bedrohter. Einige davon werden nur noch von weniger als einhundert, teilweise schon sehr betagten Sprechern verwendet. Hier drei Beispiele:
1. Wotisch
Nur noch knapp zwanzig Menschen sprechen diese mit dem Estnischen verwandte Sprache. Sie leben in zwei Dörfern nahe der russischen Grenze zu Estland.
2. Umesamisch, Pitesamisch und Tersamisch
Nördlich des Ume-Flusses in Schweden sind sie zu Hause, die zwanzig Sprecher des Umesamischen. Es gehört zur finno-ugrischen Sprachfamilie, deren bekannteste Vertreter das Finnische und das Ungarische sind. Auch Pitesamisch wird nur noch von zwanzig Menschen in Schweden gesprochen, während gerade noch acht Sprecher in Russland Tersamisch beherrschen.
3. Karaimisch
Eine westtürkische Sprache mit hebräischen Elementen, die laut UNESCO noch von 50 Menschen in Litauen und weiteren sechs in der Westukraine gesprochen wird.

Während in Europa alte Sprachen sterben, entstehen auch neue sprachliche Strömungen. Ein Beispiel dafür sind die „Jugendsprachen“, denen wir hier im Blog in Kürze ebenfalls einen Beitrag widmen werden.

Quellen:
https://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/184288/index.html
http://www.welt.de/kultur/article148570536/Diese-europaeischen-Sprachen-sterben-bald-aus.html
https://www.ethnologue.com/