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13/01/2017 - 11:08

Mit jedem neuen Jahr verknüpfen sich unterschiedlichste Hoffnungen und Ziele. So auch mit dem Jahr 2017, das gerade erst begonnen hat. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Beispiel hat es zum „Internationalen Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung“ erklärt. Damit verbinden die Vereinten Nationen die Vision, dass „ein gut konzipierter und gesteuerter Tourismus einen erheblichen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung“ leisten kann. Ein Grund für das UN-Jahresmotto liegt in der Bedeutung des Tourismus für die Wertschätzung anderer Kulturen und damit einer Förderung der Völkerverständigung. Aus Sicht der UN kann nachhaltiger Tourismus dazu beitragen, Armut zu vermindern, die Umwelt zu schützen, die Lebensqualität der Menschen vor Ort zu verbessern und die wirtschaftliche Situation, vor allem von Frauen und Jugendlichen, zu stärken.
Eine große Aufgabe also, die die Welttourismusorganisation (UNWTO) als Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Madrid zu bewältigen hat. Grundsätzliche Aufgabe der UNWTO ist die „Förderung und Entwicklung des Tourismus als Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu internationalem Verständnis, Frieden, Wohlstand und Respekt für Freiheit und Menschenrechte für alle ohne Unterschiede nach Rasse, Geschlecht, Sprachen und Religion“. Dabei schreibt sich die UNWTO auf die Fahnen, besonders Entwicklungsländer mit ihren Interessen unterstützen zu wollen.
Hehre Ziele, die sich angesichts von Umweltverschmutzung, Klimawandel, Bausünden und interkulturellen Befangenheiten fast lesen wie ein schönes Märchen. Tatsache ist jedoch, dass viele Menschen bewusster reisen. Das beginnt damit, dass Nahziele sich wachsender Beliebtheit erfreuen – und viele Menschen einem authentischen Urlaub den Vorzug vor einem Aufenthalt im „Hotelgetto“ geben.
Der Ansatz, Tourismus als Motor für Nachhaltigkeit und interkulturelle Verständigung zu fördern, ist rein faktisch absolut sinnvoll. Schließlich geht es um einen riesigen Markt: Mehr als eine Milliarde Menschen reisen jedes Jahr um die ganze Welt. Die Art und Weise, wie sie das tun, hat damit einen enormen Einfluss auf das Leben der Menschen in den bereisten Ländern. Wenn sich dieses Potenzial auch nur einen Millimeter mehr in eine gute Richtung bewegt, ist sowohl wirtschaftlich als auch in puncto Lebensqualität schon viel gewonnen – besonders in armen und wirtschaftsschwachen Ländern. Und wie immer gilt auch hier: Am besten, jeder fängt bei sich selbst an. Mit dem Wunsch zu reisen, einen Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung zu leisten, öffnet sich möglicherweise die Tür für interessante Begegnungen und einen bewussteren Umgang mit Natur und Umwelt.

 

Quellen:
http://en.unesco.org/celebrations/international-years/
http://www.un.org/en/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/RES/70/193
http://www2.unwto.org/tourism4development2017
https://www.tourism-watch.de/content/internationales-jahr-des-nachhaltigen-tourismus-fuer-entwicklung-2017
http://www.bmwi.de/DE/Themen/Tourismus/Internationale-Zusammenarbeit/unwto.html

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24/11/2016 - 12:37

Eigentlich wollten wir ja diesen Blogbeitrag dem Thema widmen, wie deutsche Expatriates ihre Heimat Deutschland sehen. Außer ziemlich vielen Klischees über Hausfrauen-Communitys, Sehnsucht nach deutschem Schwarzbrot oder Bier und der rosaroten „Deutschland-ist-Bayern-und-Bayern-ist-Oktoberfest“-Brille haben wir dazu allerdings nicht viel Handfestes gefunden. Deshalb nähern wir uns den deutschen „Expats“ nun lieber von der faktisch-nüchternen Seite.
„Expatriates“ sind per Definition von Kreutzer/Roth besonders qualifizierte Arbeitskräfte, „deren Auslandsaufenthalt meist beruflich motiviert sowie in der Regel auf ein bis fünf Jahre befristet ist“. Nach diesem Verständnis ist „Expat“, wer von einem deutschen Unternehmen oder einer Organisation zeitlich befristet ins Ausland entsendet wurde. 2013 waren rund 60.000 dieser „Ausländer-auf-Zeit“ – in der Regel Fach- und Führungskräfte – in den Auslandsniederlassungen der einhundert größten deutschen Unternehmen beschäftigt.
Die weltweite Gesamtzahl der deutschen Expats kann nur geschätzt werden, da die Begriffsdefinitionen – vor allem bezüglich der Gründe und der Dauer des Aufenthalts im Ausland – erheblich voneinander abweichen. Mindestens eine Million Deutsche sollen es sein, die als Expat-Arbeitnehmer vorübergehend im Ausland weilen. Die Migrationsdatenbank des Development Research Centers bzw. die Datenbank der OECD gehen von bis zu 3,4 Millionen deutschen Expats aus.
Was sind die Gründe, die einen deutschen Arbeitnehmer dazu bewegen, seiner Heimat (zumindest vorübergehend) den Rücken zu kehren? Eine der Hauptmotivationen für die Auswanderung auf Zeit ist die Aussicht auf bessere Arbeitsbedingungen und einen „Karriere-Kick“. Oft nämlich ist der Auslandsjob mit deutlich mehr Befugnissen und höheren Bezügen verknüpft als der in Deutschland „aufgegebene“ Posten. Einer Studie aus dem Jahr 2015 zufolge verlassen 66,9 Prozent der Deutschen aus beruflichen Gründen ihre Heimat; 46,9 Prozent erhoffen sich vom vorübergehenden Auslandsjob ein höheres Einkommen als in Deutschland. 72,2 Prozent geben als Motivation für den Schritt ins Ausland den Wunsch an, neue Erfahrungen machen zu wollen.
Diese „Erfahrungen“ sind allerdings nicht immer positiv. Oft leben deutsche „Expats“ im Ausland in einer Art geschlossener Community. Der mitgereiste (Ehe)-Partner hat in vielen Fällen Probleme, ebenfalls einen Job zu finden – deutsche Qualifikationen werden mitunter im Ausland nicht anerkannt oder die Sprachbarriere steht einer Berufstätigkeit im Weg. Das resultiert im Gesamtpaket oft in einer gewissen sozialen Isolation: Kontakte bestehen häufig nur innerhalb der deutschen Expat-Community oder im beruflichen Umfeld. So gaben 43,5 Prozent der deutschen Expats im Rahmen der oben erwähnten Studie an, dass sich ihre Auswanderung negativ auf ihren Freundes- und Bekanntenkreis ausgewirkt habe.
Es kann aber auch anders laufen: Nicht selten finden alleinstehende Arbeitnehmer während ihrer ursprünglich befristeten Zeit im Ausland einen einheimischen Partner und „lokalisieren“ sich dann langfristig als Arbeitnehmer in der neuen Wahlheimat.
Apropos Wahlheimat: Eine Umfrage von InterNations aus dem Jahr 2015 hat die „Top Expat Destinations“ ermittelt – eine Rangliste der beliebtesten Auswanderungsländer. Spitzenreiter dieser Liste sind Ecuador, Mexiko und Malta, gefolgt von Singapur, Luxemburg und Neuseeland. Die Schlusslichter dieser Umfrage bilden Griechenland, Saudi-Arabien und Kuwait. Faktoren für Beliebtheit sind neben günstigen Lebenshaltungskosten vor allem die Mentalität der Einheimischen, die allgemeine Lebensqualität und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Deutschland liegt in dieser Umfrage übrigens auf Platz 16. Bleibt zu hoffen, dass dies weniger an unserer Gastfreundlichkeit als am doch eher bescheidenen deutschen Klima liegt.


Quellen:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/deutsche-expats-jeder-dritte-auswanderer-mit-studienabschluss/11854654.html
http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/160471/auslandsdeutsche
https://www.expat-news.com/20872/life-style/studie-warum-viele-deutsche-auswandern/
http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/kurzdossiers/160482/expatriates-in-hongkong-und-thailand
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/expats-13186476.html
https://www.internations.org/expat-insider/2015/the-best-and-worst-places-for-expats

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26/10/2016 - 08:43

Wieso lernen Kinder spielerisch mehrere Fremdsprachen, während das Sprachenlernen im Erwachsenenalter so viel schwerer fällt? Spannende Einblicke in die Welt des Sprachenlernens geben die Neurowissenschaften. Besonders die bunten Bilder der Magnetresonanztomografie zeigen seit Beginn der 1990er Jahre, welche Regionen des Gehirns für welche Aktivitäten „zuständig“ sind – zum Beispiel das Erlernen von Sprachen. In der Regel befindet sich nach diesen Erkenntnissen das Sprachzentrum bei Rechtshändern in der linken Hirnhälfte.

Im Kindesalter fungiert das Gehirn als reinster „Lernfilter“: Vom 2. bis zum 5. Lebensjahr stehen alle Zeichen voll auf „Spracherwerb“, während das Erlernen anderer Fertigkeiten in den Hintergrund tritt. Nie wieder ist die Anzahl der Synapsen – Kommunikatoren zwischen den Nervenzellen – so hoch wie in dieser Zeit der kindlichen Entwicklung. Nie wieder erwirbt der Mensch so spielend Kenntnisse in einer oder mehreren Sprachen wie in dieser sensiblen „Sprachphase“. Im Durchschnitt lernen Kinder in dieser Periode acht neue Wörter täglich – vorausgesetzt, ihr soziales Umfeld begünstigt diese Entwicklung durch reichlich sprachliche und menschliche Interaktion.

Verantwortlich für die hohe „Sprachlern-Effektivität“ in dieser Phase sind biochemische Abläufe im Gehirn: BDNF, ein Wachstumsprotein, aktiviert eine Hirnregion, deren Fokus der Spracherwerb bzw. das Meistern sprachlicher Interaktion ist. Vom achten Lebensjahr bis zur Pubertät schließt sich dieses „Lernfenster“ unter dem Einfluss von BDNF dann allmählich wieder. Danach muss sich eine zusätzlich erlernte Sprache in den gefestigten Hirnstrukturen buchstäblich ihren „Platz erobern“. Das bedeutet zum Beispiel, dass nach der Pubertät gelernte Sprachen auf einmal in der nicht sprachdominanten Hirnhälfte „archiviert“ werden.

Die gute Nachricht: Das menschliche Gehirn ist ein „plastisches“ Organ, kann also durch Lernen trainiert und verändert werden. Wer im Erwachsenenalter voll motiviert eine neue Sprache lernen möchte, hat somit gute Erfolgschancen – auch wenn das erforderliche „Training“ mithin etwas härter ausfallen mag als im Kindesalter.

Damit wir uns möglichst nachhaltig an frisch erworbene Fremdsprachen-Bausteine erinnern, hier zwei praktische Tipps für das Sprachenlernen:

1. Lerninhalte vielfältig verankern
Unser Gehirn ist ein komplexes Organ: An je mehr Regionen unseres Gehirns die gelernten Ausdrücke in der Fremdsprache gespeichert sind, desto besser erinnern wir uns später daran. Ideal ist es, wenn wir die neue Sprache so lernen, dass die Lektionen auf unsere persönlichen Lebenserfahrungen aufsetzen. Auch die multisensorische Verknüpfung mit Bildern, Musik oder Rhythmus fördert die Lernleistung.

2. Keine Vokabeln, sondern Situationen und Abläufe lernen
Laut Klaus-Börge Boeckmann, Sprachforscher an der Universität Wien, ist das menschliche Gehirn besonders leistungsstark im sogenannten „prozeduralen Wissen“. Wir können uns demzufolge viel besser komplette Handlungsabläufe in der Fremdsprache einprägen, als isolierte Vokabeln zu pauken. Wie bestelle ich auf Spanisch mein Essen und anschließend die Rechnung? Wie buche ich eine Reise auf Mandarin? Oder wie frage ich meine Tante aus New York nach ihren Hobbys? Situatives Lernen erhöht die Chance, dass Lerninhalte in das Langzeitgedächtnis wandern.

Im Übrigen gibt es, so Britta Hufeisen, Leiterin des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft an der TU Darmstadt, keine Klassifizierung in „sprachbegabte“ und „sprachunbegabte“ Menschen. Ihr zufolge steht und fällt das Sprachenlernen mit der Motivation. Motivationsfaktoren können zum Beispiel eine geplante Reise ins Ausland sein – oder auch der überaus nette Kontakt mit dem Kollegen im Übersee-Büro.


Quellen:
https://www.goethe.de/de/spr/mag/20479785.html
https://www.welt.de/wissenschaft/article113142820/So-lernen-Sie-schnell-eine-Fremdsprache.html

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29/09/2016 - 09:18

Zulieferer in Osteuropa, Kunden in den USA, Vertriebspartner in Fernost – wirtschaftliche Netzwerke umspannen mittlerweile den ganzen Globus. Nicht nur große Konzerne machen weltweit Geschäfte, auch der Mittelstand ist zunehmend auf internationalem Parkett unterwegs. Und wer mit Partnern aus anderen Ländern zusammenarbeitet, der muss auch deren Sprache sprechen und verstehen. Früher beschäftigten international tätige Unternehmen dafür interne Übersetzer. Heute sparen die Betriebe sich eigene Übersetzungsabteilungen – der Trend geht zum Outsourcing: Externe Übersetzungsbüros und Experten für Lokalisierung übernehmen Aufgaben der länderübergreifenden Kommunikation. Statistiken zeigen, dass das Übersetzungsvolumen weltweit immer mehr zunimmt.

So sagt das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen Common Sense Advisory (CSA Research) voraus, dass der globale Markt für externe Sprachdienstleister 2016 ein Umsatzvolumen von knapp 40,3 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Das entspricht einem Umsatzplus von mehr als 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, in dem das Wachstum sogar noch ein wenig höher ausgefallen war als 2014. Fast überall auf der Welt berichten Language Service Provider von steigenden Umsätzen – trotz teilweise schwacher Entwicklung der Wirtschaft. Für das Jahr 2020 erwartet CSA Research einen weltweiten Umsatz von 45 Milliarden US-Dollar. Der größte Übersetzermarkt weltweit sind die USA, dicht gefolgt von Europa und Asien, dem am stärksten wachsenden Markt.

Zu ähnlich positiven Einschätzungen gelangte schon vor mehreren Jahren die EU: Eine im Auftrag der Generaldirektion Übersetzung der Europäischen Union durchgeführte Studie aus dem Jahr 2009 schätzte den Anstieg des Übersetzungsvolumens pro Jahr auf zehn Prozent. Umfragen von Unternehmensverbänden, Berufsverbänden und der Fachpresse erwarten jährliche Steigerungen des Übersetzungsbedarfs um sieben bis zehn Prozent – je nach Wirtschaftskraft und Marktzuwachs beziehungsweise der Sprachenvielfalt der einzelnen Regionen. Vor allem im Vielsprachen-Kontinent Europa legt das Übersetzungsvolumen kräftig zu.

Ein Grund für den vermehrten Einsatz von externen Spezialisten sind die zunehmenden Exportaktivitäten vieler Betriebe: Sie produzieren für immer mehr Länder auf der ganzen Welt und benötigen daher Übersetzungen in immer mehr Sprachen. Vor allem asiatische und arabische Übersetzungen sind gefragter denn je. 80 Prozent der Industrieunternehmen in Deutschland haben nach Schätzungen des Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer e. V. (BDÜ) Bedarf an Sprachdienstleistungen. Dessen Mitglieder machten laut einer Honorarumfrage im Jahr 2015 einen Umsatz von knapp 52 Millionen Euro – ein Fünftel davon entfiel auf Übersetzungsbüros wie @transcript, der Rest auf Freiberufler.

Nicht nur Unternehmen greifen gern auf Übersetzer zurück. Auch Verwaltungen, Non-Profit-Organisationen und Privatleute, die Informationen produzieren oder konsumieren, benötigen laut CSA Research Übersetzungen. Insgesamt erfreuliche Perspektiven also für alle professionellen Sprachdienstleister und Experten für Lokalisierung.

Quellen:

http://www.commonsenseadvisory.com/Default.aspx?Contenttype=ArticleDet&tabID=64&moduleId=392&Aid=36542&PR=PR

http://www.mittelstandcafe.de/uebersetzungsbedarf-steigt-jaehrlich-um-10-prozent-281241.html/

http://www.tekom.de/publikationen/broschueren/leitfaden-einkauf-von-uebersetzungsdienstleistungen.html

http://www.pangeanic.com/knowledge_center/size-of-the-translation-industry/

http://www.bdue.de

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31/08/2016 - 08:33

Traurige Ereignisse gibt es in diesen Wochen genug. Wir wollen mal etwas richtig Schönes erzählen. Eine Geschichte, deren Leitideen Mitgefühl, Solidarität, Völkerverständigung und der Wunsch nach Frieden sind. Die Geschichte von Clowns, die auszogen, um traumatisierte Kinder und ihre Angehörigen wieder das Lachen zu lehren.
Alles begann im Juli 1993, als der spanische Clown Tortell Poltrona in Barcelona von Schülern um Hilfe gebeten wurde, die mit Kindern in einem Flüchtlingscamp in Kroatien befreundet waren. Vom Balkankrieg traumatisierte kleine Menschen, die ihren katalanischen Freunden erzählt hatten: „Wisst ihr, was uns am meisten fehlt? Wir vermissen es zu lachen, einfach Spaß zu haben und uns wohlzufühlen.“ Poltrona trommelte eine kleine Clowns-Truppe zusammen und machte sich mit dem Auto auf den Weg in das kroatische Flüchtlingslager. Dort spielten er und seine Clowns-Kumpels vor insgesamt 4000 Kindern und deren Eltern. Zwischen all dem Lachen und der Freude fragten die Kinder die Clowns: „Und, wann kommt ihr wieder?“ Der Auftritt war die Geburtsstunde der Clowns without borders (CWB), einer internationalen Non-Profit-Organisation, die überparteilich und überkonfessionell agiert. Heute, über 20 Jahre später, gibt es CWB-Partnervereine in 12 Ländern: in Australien, Belgien, Kanada, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Spanien, Schweden, Südafrika, im Vereinten Königreich und den USA. Alle CWB-Clowns, die weltweit mit ihren roten Nasen in Flüchtlingscamps, Flüchtlingsheimen, Kindergärten und Schulen unterwegs sind, haben dasselbe Ziel: Kindern aus Krisengebieten Augenblicke des Lachens und der Hoffnung zu schenken. Sie eintauchen zu lassen in eine Welt der Freude und der Freiheit – eine Welt, die für viele der jungen Menschen unter schrecklichen Kriegs- und Fluchterfahrungen verschüttet ist. Die ehrenamtlichen Clowns sind professionelle Künstler, die sich mit ihren Teams mehrere Wochen oder Monate auf ihre Reisen vorbereiten. Doch der Einsatz lohnt sich. „Bevor ihr kamt, haben die Kinder Krieg gespielt – jetzt spielen sie Clown.“ Dieses Zitat von einer Hilfsorganisation aus einem Flüchtlingslager in Jordanien bringt es auf den Punkt. Die Clowns-Shows schaffen es, die Erfahrungswelt der Kinder nachhaltig aufzuhellen. Kritischen Fragen müssen sich die CWB-Organisatoren dennoch stellen. Wäre es nicht wichtiger, Spendengelder für Essen und Medikamente zu investieren als für „ein bisschen Spaß“? Experten halten dagegen und wissen, dass Menschen mit Traumata irgendwann auch ihren eigenen Wert nicht mehr sehen können. Fernab der Heimat und der Liebsten verlieren sie jeglichen Lebensmut und alle Hoffnung. Ein Lachen, ein Moment der Unbeschwertheit kann einen völlig neuen Anfang bedeuten.
Ein riesiger Vorteil der Art von Flüchtlingshilfe, wie sie die CWB leisten, ist die Unabhängigkeit von Sprachbarrieren. Clownerien leben von Gestik, Mimik, Blicken, Kunststückchen und Musik. Außerdem sprechen die Clowns die Fantasiesprache Gromolo und natürlich auch einige Brocken der jeweiligen Landessprache plus ein wenig Englisch. Entscheidend für den großen Erfolg des Projektes muss wohl tatsächlich die Sprache des Herzens sein.


Quellen:
http://www.cwb-international.org/who-we-are/
http://www.clownswithoutborders.org/
http://clownsohnegrenzen.org.w0135cb5.kasserver.com/

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13/04/2016 - 09:12

Kein Aprilscherz: Die Höhe der Luftfeuchtigkeit kann die Ausbreitung bestimmter Sprachen in unterschiedlichen Klimazonen der Erde beeinflussen. Das hat ein internationales Forscherteam um den Wissenschaftler Seán G. Roberts vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik im holländischen Nijmegen herausgefunden. Zum Hintergrund: Charakteristisch für viele Sprachen der Welt sind fein differenzierte Tonhöhen bei der Aussprache, durch die sich unterschiedliche Bedeutungen ein- und desselben Wortes ergeben. Im chinesischen Mandarin zum Beispiel bedeutet „Ma“ abhängig von der Aussprache „Mutter“ (bei einer gleichmäßigen Betonung) oder „Pferd“  (bei einer zunächst sinkenden und dann steigenden Tonhöhe). Solche Sprachen bezeichnet man in der Linguistik entsprechend als „Tonsprachen“. Wie die Forschungen von Roberts und seinem Team zeigen, sind Tonsprachen in Ländern mit feucht-warmem Klima überproportional stark vertreten. Das liegt nach Aussage der Forscher daran, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit die in der Höhe variierende Artikulation von Tonsprachen begünstigt. Der Grund: Für das Treffen des richtigen „Tons“ müssen die Stimmlippen (auch Stimmbänder genannt) im Kehlkopf des jeweiligen Sprechers ausreichend vibrieren können. Das funktioniert dann besonders gut, wenn die Schleimhäute feucht sind. Eine hohe Luftfeuchtigkeit wirkt sich außerdem auf die Regulierung des Ionenhaushalts innerhalb der Stimmlippen-Schleimhäute aus. Kurz gesagt: In Feuchtgebieten schwingen die Stimmbänder schön elastisch und der Sprecher trifft die feinen Abstimmungen einer Tonsprache ganz problemlos. 3750 Sprachen aus diversen Sprachfamilien hat das internationale Forscherteam im Rahmen der Studie analysiert, um den Zusammenhang zwischen Feuchtigkeit und Verbreitung von Tonsprachen herzustellen. Tatsache ist: Im eher trockenen Mitteleuropa haben sich keine Tonsprachen entwickelt. Deutsch und Englisch beispielsweise sind selbst dann noch verständlich, wenn sie von einer völlig tonlosen Computerstimme gesprochen werden. Eine besondere Anhäufung von Tonsprachen zeigt eine vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik veröffentliche Weltkarte dagegen in den Tropen und Subtropen Zentralafrikas und Asiens. Wir schlussfolgern (vielleicht nicht streng wissenschaftlich): Würde in Deutschland aufgrund des Klimawandels irgendwann ein Regenwald wachsen, hätten vielleicht auch wir die Chance auf Entstehung einer Tonsprache in unseren Breitengraden.

 


Quellen:
https://www.mpg.de/8863373/tonsprachen-luftfeuchtigkeit
http://www.spektrum.de/news/formt-luftfeuchtigkeit-die-sprachen-der-welt/1328396
http://www.faz.net/aktuell/wissen/klima-und-stimme-grosse-sprache-liegen-in-der-luft-13419285.html

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21/01/2016 - 13:24

Wer weltweit unterwegs ist, sollte sie kennen: Die „Begrüßungs-Etiketten“ verschiedener Kulturen. Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch für Begrüßungsgesten und -rituale. Wer es gleich zu Anfang vermasselt, hat es später in Verhandlung und persönlichem Austausch nicht leichter. Eine souveräne, kulturell adäquate Begrüßung dagegen kann Türen und Herzen öffnen. Das ist übrigens historisch bedingt: Schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte diente die Begrüßung beim Zusammentreffen zweier Personen in erster Linie dazu, abzuklopfen, ob das Gegenüber in guter Absicht und vor allem ohne Waffen gekommen war.
Wir stellen die wichtigsten Begrüßungsgesten vor.

1. Handshake
Händeschütteln ist weltweit auf Platz Eins der Begrüßungsrituale. „Zeig mir deine offene Hand und ich sehe, dass du unbewaffnet bist.“ Das ist die traditionelle Kernbotschaft des Händeschüttelns, die schon im alten Rom und Griechenland ihre Gültigkeit hatte. Händeschütteln geht ganz leicht: die rechte Hand ausstrecken, in die ebenfalls rechte Hand des Gegenübers legen, leicht drücken und ein paarmal auf und ab bewegen. In Deutschland nickt man dabei gemeinhin mit dem Kopf, in den USA schaut man sich stattdessen lieber tief in die Augen. Heikel die Frage, welches Geschlecht zuerst die Hand reicht. In Italien und Russland sind das zum Beispiel – oha – die Frauen.

2. Wangenküsschen
Wie gut sollte man sich eigentlich kennen, um Wangenküsschen zu verteilen? Auf jeden Fall eignet sich diese Kategorie besser für Freunde oder zumindest enge Bekannte als für Erstkontakte im Business. Interessanterweise beginnen die Grüßenden in den meisten Ländern auf der linken Seite mit dem Wangenküssen – Griechenland ist da die Ausnahme. Und dann geht’s unterschiedlich weiter: bis zu viermal wird geküsst, mit oder ohne Körperkontakt und häufig verknüpft mit einer verbalen Begrüßung. In Nordfrankreich und in Spanien küsst nur die Kombi Frau/Mann; in Südfrankreich drücken sich auch zwei Männer gegenseitig Wangenküsse auf, in Spanien geben sich Männer lieber die Hand. Da soll einer nicht durcheinanderkommen bei so viel Geküsse…

3. Verneigung
Indien, Japan und Thailand sind die Spitzenreiter in Verbeugungs-Ritualen. „Namaste“ ist indisch und bedeutet so viel wie „ich verneige mich vor dir“. Begleitet wird diese indische Begrüßung vom Aneinanderlegen der Handinnenflächen und einer leichten Verbeugung mit dem Oberkörper. Wer in Japan seinem Gegenüber direkt in die Augen blickt und dann womöglich auch noch die Hand reicht, gilt als grob und unhöflich. Stattdessen heißt es: verneigen, verneigen, verneigen. Wie tief und wie lange der Kopf zu senken ist, hängt von der gesellschaftlichen oder unternehmerischen Position des Gegenübers ab.
In Thailand praktiziert man das „Wai“. Dazu werden die Handflächen auf Brusthöhe aneinandergelegt und die Nasenspitze dann feierlich zu den Händen gesenkt. Zur Begrüßung praktizieren beide Gegenüber das „Wai“; es kann aber, je nach Situation, auch andere Bedeutungen haben wie z.B. „Danke“, „Entschuldigung“ oder „ich bitte dich“ und dazu nur von einem der beiden Kommunikationspartner praktiziert werden.

4. Exotisches
Zu den ausgefallensten Begrüßungsritualen gehört sicher „Hongi“, die traditionelle Begrüßung der Maori, Ureinwohner Neuseelands. Dabei legen die sich Begrüßenden Stirn und Nase aneinander, reichen sich die rechte Hand und fassen sich gegenseitig am linken Unterarm. Klingt kompliziert und sorgt für so manches lustiges Foto internationaler Besucher.
Der sogenannte „Nasenkuss“ der Inuit-Völker in Kanada oder Grönland hat ganz sicher nichts mit Erotik zu tun. Es ist vielmehr ein „Riechkuss“, im Verlaufe dessen man gegenseitig die Nase, die Wangen und den Hals „beschnuppert“ – und damit die „Atemseele“ des Gegenübers erkundet.
Richtiggehend „cool“ geht es in Hawaii zu mit dem Surfergruß „Shaka“. Eine Faust mit abgespreiztem Daumen und kleinem Finger und dazu der Gruß „Shaka, bra!“ (Mach dich locker, Bruder!).

Und, schon richtig warmgelaufen in Sachen „Begrüßung“? Dann sind Sie jetzt bestens vorbereitet für einen der kuriosesten Feiertage, der weltweit jährlich am 21. Januar gefeiert wird: Weltknuddeltag. 1986 im US-Bundesstaat Michigan ins Leben gerufen, erfreut sich dieser Tag großer Beliebtheit – vielleicht auch, weil er mitten in den kalten und dunklen Wintermonaten liegt. Also: Im Business richtig begrüßen, privat richtig knuddeln. Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehen!


Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/reise/begruessungsgesten-weltweit-hallo-erstmal-1.2334757
https://www.traum-ferienwohnungen.de/reisemagazin/knigge-oder-ritual-begruessung-international/
http://weltknuddeltag.de/

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06/01/2016 - 12:32

Was bedeutet mein Handeln im Alltag für die Welt als Ganzes? Worin liegen die essenziellen Herausforderungen eines zunehmend globalisierten Lebens? Welchen Weg müssen wir als Teil der Weltgemeinschaft einschlagen, um zur globalen Nachhaltigkeit beizutragen?
Mit diesen und verwandten Fragen beschäftigt sich das International Year of Global Understanding (IYGU). Das internationale Themenjahr 2016 ist eine interdisziplinäre Initiative dreier Weltdachverbände der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften: International Council for Science (ICSU), International Social Science Council (ISSC) und International Council for Philosophy and Human Sciences (CIPSH).
Ökonomischer Wandel, Migrationsströme, Klimawandel – die Weltgemeinschaft steht großen Herausforderungen gegenüber, die längst über eine rein nationale Verantwortung hinausgehen. Ansatz des IYGU ist die These, dass die globale Sichtweise von Individuen das Risiko regionaler Konflikte und Probleme erheblich senken kann. Also: Jeder Mensch macht Weltpolitik, wenn er erkennt, dass das eigene Handeln im Alltag von entscheidender Bedeutung für die Lösung globaler Problemen wie Umweltverschmutzung oder Klimawandel sein kann. Ein eindrückliches Beispiel dafür ist der Umgang mit Plastikmüll. In Ruanda fiel der Groschen für das Plastikproblem, weil die Menschen vor Ort merkten, wie gefährlich dieser Müll insbesondere für die im Land kulturell bedeutsamen Kühe ist. Die Wiederkäuer nämlich bekamen durch das Plastik ernste gesundheitliche Probleme. Als Konsequenz wurden in dem afrikanischen Land Umweltgesetze verabschiedet, die aus Plastik hergestellte Gegenstände wie Flaschen und Tüten grundsätzlich verboten. Heute ist Ruanda weitgehend frei von Plastikmüll.
Ziel des IYGU 2016 ist vor allem die Übersetzung von Erkenntnissen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen in eine nachhaltigere Lebensweise der Menschen vor Ort. Umgekehrt versteht sich IYGU als echte Bottom-up-Bewegung. Heißt: Die Forschung muss lernen, auf die Logik und Anforderungen des Alltagslebens einzugehen. Wie können wir unser Konsumverhalten so verändern, dass die Umwelt und das Klima nachhaltig geschützt werden – das ist nur eine Frage von vielen.
„Nur wenn wir die Auswirkungen unserer alltäglichen Entscheidungen – zum Beispiel beim Essen, Trinken oder Produzieren – auf den Planeten als Ganzes verstehen, können wir sinnvolle und effektive Veränderungen vornehmen“, erläutert Prof. Dr. Benno Werlen von der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Initiator des Projekts und Koordinator von 50 regionalen Action Centern des IYGU auf der ganzen Welt.
Klaus Töpfer, Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam, bringt die größte Herausforderung einer globalisierten Weltgemeinschaft auf den Punkt: „Mehr denn je wird es in der Globalisierung darauf ankommen, immer wieder die Kraft aufzubringen, auch die Positionen von Gedanken und Erwartungen anderer verstehen zu lernen und die Bereitschaft für Dialog zu entwickeln anstelle von Konfrontation.“ Wir finden, das ist ein großartiger Entschluss für das Jahr 2016. Happy new year to all of you!


Quellen:
http://www.global-understanding.info/

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21/12/2015 - 08:21

Wenn der geschäftliche Dezember-Trubel sich langsam legt, können wir uns endlich auf Weihnachten freuen. Zeit mit den Lieben verbringen, gut essen – und natürlich Geschenke auspacken. Irgendwann zwischen dem 6. Dezember und dem 6. Januar ist es auf der ganzen Welt soweit: die Geschenke kommen! Wer bringt denn eigentlich die Weihnachtspräsente in den verschiedenen Ländern? Und damit meinen wir jetzt wirklich nicht den UPS-Boten, sondern die traditionellen, landestypischen Bräuche.
Wir stellen die „Geschenke-Boten“ einiger ausgewählter Länder vor:
Niederlande & Belgien: Hier hat am 5. bzw. 6. Dezember der Sinterklaas mit seinem Helfer Zwarte Piet (Schwarzer Peter) seinen großen Auftritt. Mit Bischofshut und Stab reist er der Sage nach schon Mitte November mit einem Dampfschiff aus seinem Jahresdomizil in Spanien an, um die Geschenkesaison rechtzeitig einzuläuten.
Italien: Auch eine alte Hexe kann Geschenke bringen! So beobachtet alljährlich beim italienischen Weihnachtsfest am 6. Januar. Die weise, gute Weihnachts-Hexe heißt Befana, hat eine knubblig-hässliche Nase und rutscht auf ihrem Besen in die Kamine der Häuser, um den Kindern Geschenke in die Schuhe zu legen. Allerdings nur den guten – die bösen werden mit einem Stückchen Kohle abgestraft.
Großbritannien & Deutschland: In Großbritannien kommt am Abend des 24. Dezember „Father Christmas“, um die Geschenke unter den Weihnachtsbaum zu legen. In Deutschland ist das ganz ähnlich, wobei sich je nach Region die Gemüter darüber streiten, ob nun der Weihnachtsmann oder aber das Christkind die edlen Geschenkeüberbringer sind.
Russland: Schon mal von Ded Moros und Snegurotschka gehört? Nein, das sind keine neuen StarWars-Protagonisten, sondern Väterchen Frost und seine Enkelin Schneeflöckchen, die den Kindern in Russland und anderen slawischen Ländern die Geschenke bringen. Der Sage nach kommen sie am 7. Januar auf einer Troika gefahren. Das ist ein von drei Pferden gezogener Schlitten, der ganz sicher reichlich Platz für Geschenke bietet.
USA: Der weltweit berühmte Weihnachtsmann kam durch die Figur des „Santa Claus“ und eine riesige Werbekampagne von Coca Cola im Jahr 1932 zu Ruhm und Ehren. So sind die USA quasi „Heimatland“ des Weihnachtsmanns. Bescheren tut dort allerdings Santa Claus, der in der Nacht auf den 25. Dezember auf seinem Schlitten gefahren kommt. Wie viele seiner „Weihnachts-Kollegen“ schlüpft auch er durch den Kamin in die Häuser, um die Weihnachtsstrümpfe der Kinder zu füllen.
Australien: Lustig geht es an Weihnachten in Downunder zu. Da die Australier Weihnachten mitten in ihrem klimatischen Sommer feiern, kleidet sich Santa Claus dort gerne mal leger in rote Boxershorts. Als Verkehrsmittel zieht er die Wasserski oder den Helikopter gerne dem traditionellen Schlitten vor.

Das @transcript-Team dankt allen Kunden, Partnern und Kollegen für die wunderbare Zusammenarbeit in diesem Jahr! Wir wünschen ein fröhliches Weihnachtsfest mit vielen schönen Geschenken! See you next year!


Quellen:
http://www.rp-online.de/leben/reisen/news/weihnachten-weihnachtsbraeuche-in-anderen-laendern-bid-1.2097538
https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten_weltweit

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18/11/2015 - 09:32

Die terroristischen Angriffe des schwarzen Freitags von Paris machen auch uns bei @transcript fassungslos. Allen Opfern und ihren Angehören möchten wir unser tiefes Mitgefühl ausdrücken. Wir haben heute mit dem Team diskutiert, ob wir uns hier im Blog dazu zu Wort melden sollten. Unser Fazit: Ja, definitiv!

Der Terror von Paris ist kein Angriff gegen ein einzelnes Land. Es ist ein Generalangriff auf unsere Freiheit, unsere Menschenwürde, unsere Toleranz, unsere humanistischen Werte. Für genau diese Freiheit und Menschenwürde stehen wir ein. Wir leben in einer globalisierten Welt – und wir bei @transcript fühlen uns durch und durch als Weltbürger, tief verbunden mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern auf der ganzen Welt.

Was wir absolut beeindruckend finden: Angesichts der Ereignisse von Paris haben Menschen auf der ganzen Welt sich in den sozialen Netzwerken zusammengeschlossen, um ihre Solidarität nicht nur mit Frankreich, sondern auch mit Beirut und anderen Orten zu bekunden, die Zielscheibe eines menschenverachtenden Terrors geworden sind. Künstler haben spontane „Icons“ mit der Tricolore und dem Eiffelturm kreiert, die sich in rasender Schnelle auf Portalen wie Facebook, Twitter oder Instagram verbreiten. Milliarden Facebook-Nutzer haben ihr Profilbild mit den Farben der Tricolore unterlegt. Diese Profilbilder und die vielen anderen Friedens-Symbole leuchten wie hoffnungsvolle Flaggen der Freiheit und menschlichen Solidarität. Milliarden Menschen in den sozialen Netzwerken sind sich einig: Wir lassen uns nicht einschüchtern von Hass und Gewalt. Jetzt erst recht stehen wir umso entschlossener ein für Humanismus, Menschlichkeit und Toleranz – gerade auch gegenüber dem, was uns zunächst „fremd“ erscheint.

Die Menschheit rückt durch die Ereignisse von Paris ganz eng zusammen in ihrem Entschluss für Frieden, Toleranz und Menschlichkeit. Die sozialen Netzwerke sind nur ein beeindruckender Ausdruck dessen.

 

„Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben; nur Licht kann das.

Hass kann Hass nicht vertreiben; nur Liebe kann das.“

Martin Luther King